18.07.2016 Julia Klöckner: „Sorgen vieler Referendare sind leider berechtigt“

  • Kaum Planstellen an Gymnasien in Rheinland-Pfalz
  • Landesregierung antwortet auf Kleine Anfrage der Abgeordneten

Im Juni schlug der rheinland-pfälzische Philologenverband in einer Stellungnahme Alarm, dass es bereits jetzt zum kommenden Schuljahr kaum mehr Planstellen für Gymnasien gäbe. Und auch viele Referendare hatten sich mit dieser Sorge an das Büro der heimischen Abgeordneten und CDU-Fraktionsvorsitzenden, Julia Klöckner, gewandt. Zur Situation im Kreis Bad Kreuznach stellte die Christdemokratin daraufhin eine Kleine Anfrage an die Landesregierung, auf die sie nun Antwort erhielt.

 

Darin bestätigt das Bildungsministerium, dass in Rheinland-Pfalz kaum Planstellen an Gymnasien zur Verfügung stehen: Bis zum 6. Mai wurden an den Gymnasien im Land 49 Planstellen besetzt, an den Integrierten Gesamtschulen hingegen 227. Bis zum Beginn des neuen Schuljahres werden zudem kaum noch Stellen hinzukommen. Nach Aussage der Landesregierung wird – von den 250 zu erwartenden Planstellen – die Mehrzahl den Gesamtschulen zugeteilt werden.

Genaue Zahlen für das kommende Schuljahr im Kreis Bad Kreuznach kann das Ministerium indes in seiner Antwort nicht ausweisen, die Gesamtzahlen für Rheinland-Pfalz – so Julia Klöckner – ließen allerdings darauf schließen, dass es auch hier im Kreis kaum Neueinstellungen an Gymnasien geben werde, darauf wiesen auch die Zahlen und die Entwicklung aus den vergangenen beiden Schuljahren hin. So wurden an den Schulen im Landkreis im Schuljahr 2014/15 noch 17 Lehrkräfte an Gymnasien und zwölf an Integrierten Gesamtschulen eingestellt, im vergangene Schuljahr war das Verhältnis bereits auf niedrigerem Niveau ausgeglichen – hier waren es jeweils zehn Lehrkräfte, die eingestellt wurden.

„Klar ist, Gymnasialschüler haben genau wie Schüler anderer Schulformen einen Anspruch auf Unterricht und verlässliche Lehrerversorgung. Die Zahlen der Landesregierung auf die Anfrage zeigen allerdings, dass die Sorgen vieler Referendare über fehlende Planstellen für Gymnasien im Land und wohl auch hier im Kreis leider berechtigt sind. Und die Erklärung des Ministeriums dafür ist nicht stichhaltig – der Rückgang der Schülerzahl an Gymnasien entspricht lediglich zwei Prozent aller Gymnasialschüler und ist daher nur ein Scheinargument. Im Klartext bedeutet das, dass an Gymnasien viele frei werdende Stellen nicht mehr besetzt werden. Die Folge: Unterrichtsausfall, der zu Lasten der Schülerinnen und Schüler geht“, betont Julia Klöckner.