Rührendes Treffen mit kleinem Schützling

CDU-Politikerin Julia Klöckner: "Raisa ist ein so heiteres, aufgewecktes und einfach rührendes Mädchen. Sie hat so viel Lebensmut, brachte uns alle zum Lachen. Und ich bin einfach baff, wieviel Deutsch sie in den vergangenen fünf Monaten schon gelernt hat. Zuhause hat sie keine Schule besucht, sie ist aber so clever, sie muss unbedingt in eine Schule zuhause gehen können. Deshalb suchen wir auch Paten, die uns helfen, das Schulgeld zu zahlen. Jeder Euro ist willkommen. Ich bin mir sicher, Raisa wird eine starke Frau werden. Und wenn wir sie von hier aus begleiten können, dann ist das großartig. Sie hat überlebt, weil viele Köpfe und Herzen zusammen gewirkt haben. Das ist eine so schöne Erfahrung für uns alle - und natürlich für Raisa und ihre Familie. Wir wünschen ihr von Herzen alles Gute."



Gespannt waren gerade die, die Raisa das erste Mal live trafen - auf dem Bosenhof. Die 10jährige Raisa wurde an dem Ort erwartet, an dem am 23. Dezember vergangenen Jahres die Hilfsaktion für sie geboren wurde. Es war im Rahmen einer Spendenübergabe für Interplast als damals der Unternehmer Klaus Landgraf den Arzt André Borsche fragte, ob es schon mal ein Kind gegeben hätte, dem er nicht helfen konnte. Am selbigen Tag hatte Interplast der kleinen Raisa aus Afghanistan absagen müssen, denn alle Krankenhauskapazitäten waren erschöpft, über die Interplast verfügt. Raisa hatte durch einen tragischen Unfall ihr Bein verloren, es musste immer weiter amputiert werden, Keime belasteten die Wunde, aber die afghanischen Ärzte bekamen die Erkrankung nicht in den Griff - Raisa drohte zu sterben.

Es war Julia Klöckner, der plötzlich das Bundeswehrkrankenhaus in Koblenz einfiel. Sie schickte am 23. Dezember noch während der Scheckübergabe bei Familie Landgraf eine SMS an Verteidigungsministerin von der Leyen, diese, selbst Medizinerin, rief umgehend zurück und klärte mit Dr. Borsche, was dem Mädchen fehlte. Innerhalb kurzer Zeit waren Visum, Flug und Behandlung in Koblenz organisiert - nur so konnte das Leben des Mädchens gerettet werden. Mittlerweile hat Raisa die Operationen gut überstanden, eine Prothese wird ihr angepasst.

Familie Landgraf stellte am Donnerstag nun den Bosenhof mit Kaffee und Kuchen zur Verfügung, denn hier schließt sich ein glücklicher Kreis, wo im Dezember die Hilfsaktion für Raisa begann.

Weitere Infos unter
http://www.interplast-badkreuznach.de

Es werden noch Paten gesucht, die Raisa unterstützen, wenn sie aufgrund ihres Wachstums neue Prothesen braucht. Ebenso Paten, damit Raisa zuhause die Schule besuchen kann.

Spendenkonto
INTERPLAST e.V. – Sektion Bad Kreuznach
Sparkasse Rhein-Nahe
IBAN: DE12 5605 0180 0010 0337 77
BIC: MALADE51KRE