Klöckner: „Ärger der Polizei kann ich verstehen“

• Anpassung Sonn- und Feiertagszulage abgelehnt
• Motivation der Polizisten nicht aufs Spiel setzen


Die Arbeit der Polizei wird immer umfangreicher, die Herausforderungen für die Gewährleistung der öffentlichen und persönlichen Sicherheit sind enorm. Der Polizeiberuf muss attraktiv bleiben, um genügend Nachwuchs zu bekommen. Deshalb sei es genau das falsche Zeichen, so die heimische Abgeordnete Julia Klöckner, dass die  Landesregierung nicht bereit sei, die Zulagen für Sonn- und Feiertagsarbeit für Polizeibeamte bei der jüngst erfolgten Besoldungsanpassung bei der Polizei zu erhöhen.


„Dass die Polizisten bei der Anpassung der Besoldung bei der Übernahme des Tarifergebnisses für Angestellte die Zulage für Sonn- und Feiertage von 2 Prozent nicht erhalten, ist nicht in Ordnung. Und ich kann den Ärger verstehen. Auch aus meinem Wahlkreis sind betroffene Polizisten auf mich zugekommen. Leider setzt der Arbeitgeber, die Landesregierung, den guten Willen bei den Polizeibeamten aufs Spiel. Diese leisten ganz wichtige Dienste, davon viele am Wochenende: Ich erinnere nur an den G20-Gipfel. Der Tag der Deutschen Einheit mit seinem Festakt in Mainz steht kurz bevor. Hier gilt: Als Arbeitgeber sollte man die Arbeit seiner Leute wertschätzen und nicht ‚klammheimlich‘, wie die Gewerkschaft der Polizei berichtet, die Besoldungsanpassung aussetzen.


Wir brauchen einen starken Staat, der sich schützend vor seine Bürgerinnen und Bürger stellt und auch die Schwächeren schützt. Und dafür brauchen wir engagierte und motivierte Polizisten, die gerne ihren Beruf ausüben. Dafür muss das Land mehr tun. Eine leistungsgerechte Bezahlung gehört dazu.“