Ländliche Entwicklung ist Aufgabe für Staat und Gesellschaft

 

"Ländliche Entwicklung - gemeinsame Aufgabe für Staat und Gesellschaft" – so lautet das Thema des 12. Zukunftsforums am 23. und 24. Januar 2019 im CityCube Berlin. Das größte nationale Fachforum der Internationalen Grünen Woche findet zum 12. Mal statt und wurde in diesem Jahr erstmals vom Bundespräsidenten eröffnet.

Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier und Bundeslandwirtschaftsministerin Julia Klöckner haben am Mittwoch das "Zukunftsforum Ländliche Entwicklung - gemeinsame Aufgabe für Staat und Gesellschaft" in Berlin eröffnet. Das vom Bundesministerium für Ernährung und Landwirtschaft veranstaltete zweitägige Forum ist mit über 1.300 Teilnehmern die größte nationale Fachveranstaltung der Internationalen Grünen Woche.

Bundesministerin Julia Klöckner hatte den Bundespräsidenten zum Besuch der Internationale Grüne Woche eingeladen. Das Thema Ländliche Räume steht bereits seit längerem auf seiner Agenda. So hatte der Bundespräsident unter dem Motto "Land in Sicht - Zukunft ländlicher Räume" in den vergangenen Monaten verschiedene Regionen Deutschlands besucht und damit seinen Blick gezielt auf das Leben auf dem Land gerichtet.

Julia Klöckner hob anlässlich des IGW-Besuchs des Bundespräsidenten und der gemeinsamen Eröffnung hervor, dies unterstreiche die gesellschaftliche Bedeutung der ländlichen Entwicklung. Klöckner: "Das Thema hat zu Recht hohe Priorität. Gleichwertige Lebensverhältnisse wirken Polarisierungstendenzen entgegen, befördern den Zusammenhalt. Das Staatsoberhaupt hier an unserer Seite zu wissen, ist ein wichtiges Signal."

Denn die Herausforderungen beträfen die Mehrheit unserer Bevölkerung – 57 Prozent leben auf dem Land, 90 Prozent der Fläche in Deutschland sind ländlich geprägt. Nach Ansicht von Julia Klöckner erwarten die Bürgerinnen und Bürger zu Recht "hier, nicht abgehängt zu werden, sie erwarten eine moderne Infrastruktur, die Anbindung an schnelles Internet, eine gute Gesundheitsversorgung, attraktive Arbeitsplätze sowie kulturelle und schulische Angebote. Konkret geht es beispielsweise darum, dass regelmäßig ein Bus fährt, Schulen geöffnet bleiben, man die Möglichkeit hat, vor Ort mal eine Theateraufführung oder Ausstellung zu besuchen."

Zum Leitmotto "Ländliche Entwicklung – Gemeinsame Aufgabe für Staat und Gesellschaft" werde daher beim Zukunftsforum 2019 gezielt beleuchtet, "welchen Beitrag wir alle leisten können und müssen, damit die ländlichen Regionen gut aufgestellt sind. Es geht um passgenaue Lösungen, nicht um Lösungen mit der Gießkanne, denn der Handlungsbedarf ist sehr unterschiedlich. Es geht darum, die Akteure vor Ort zu vernetzen und Perspektiven für alle Generationen zu schaffen."

Im Mittelpunkt des 12. Zukunftsforums Ländliche Entwicklung am 23. und 24. Januar im City Cube Berlin steht die Zukunft des Landlebens: Politiker, Wissenschaftler, Unternehmer und Praktiker diskutieren hier gemeinsam über Herausforderungen der ländlichen Regionen, über ihr Potenzial als Wirtschafts- und Lebensraum sowie über erfolgreiche Ansätze für den Erhalt der Lebensqualität.

Nach der Eröffnungsveranstaltung mit Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier und Bundeslandwirtschaftsministerin Julia Klöckner finden 24 Fachforen statt. Diese greifen das breite Themenspektrum der ländlichen Entwicklung auf: Es geht beispielsweise um die Bedeutung von Bildung, Bürgerbeteiligung und Digitalisierung oder um soziale Innovationen für die Zukunft der Regionen.

Vor der Eröffnungsveranstaltung des Zukunftsforums hatte sich Bundespräsident Steinmeier in der "Lust auf Land!" Gemeinschaftsschau in Halle 4.2 des Berliner Messegeländes zu Gesprächen mit Vertretern der ländlichen Entwicklung angekündigt. Begleitet wurde er von Bundeslandwirtschaftsministerin Klöckner.